Alle Generationen sitzen bei Euch
wirklich immer an einem Tisch?

Landbursche Nein, nicht immer! Manchmal sitzen die unterschiedlichen Altersgruppen auch einmal getrennt und grinsen sich gegenseitig an. Die frechen Fuxen trietzen dann gerne die bösen Burschen. Die Burschen ärgern gerne die Alten Herren, die sich in dieser Hinsicht allerdings nichts schenken lassen wollen. Und dabei meint man es doch nur gut mit Ihnen...

Tja, was sich liebt, das neckt sich. Aber von solchen Kleinigkeiten abgesehen, verstehen sich die unterschiedlichen Altersgruppen bei uns ganz gut. Die Alten Herren werden bis ins hohe Alter noch gefordert, die Burschen können sich bei der Kneipe gemütlich entspannen und die Fuxen haben ihren Spaß mit dem kreisenden Humpen und lernen dabei durchaus noch etwas aus den Erfahrungen der Älteren. Dabei hat jede Altersstufe so seine Eigenheiten:

Die Fuxia (Die neuen Mitglieder):
Unsere Fuxen besuchen in der Regel die Oberstufe des Jakob-Fugger-Gymnasium. Als typische Teenager haben sie natürlich mit dem Dilemma des Teenagerlebens zu kämpfen: Wenig Kohle, aber großen Durst und viel Hunger. Sie sind entweder auf dem Sprung in die nächste Disco oder sie machen nachts um halb drei auf dem Rückweg vom Motown noch einen kleinen Zwischenstopp in unserem Keller, um dort auf den Nachtbus zu warten. Ansonsten stibizen sie gerne die Fahnen anderer Verbindungen oder den Schläger des Seniors. "Das schöne ist: Als Fux kann man viel anstellen und wird trotzdem auf ein Bier eingeladen... :-)"

Der Burschensalon (Die jüngeren Mitglieder):
Ohne sie geht es nicht, mit ihnen geht es genauso wenig. Bilden sich ein, sie seien keine Füxe mehr, stellen jedoch im Zusammentreffen mit den Alten Herren mit Schrecken fest, daß sie es doch noch sind.

Unsere Pennälerburschen können den werten Herren Studenten ohne weiteres den Schneid abkaufen. Manch ein Corpsstudent hat fürchterliche Bewußtseinsabstürze erlebt, wenn er unvorbereitet (und das sind sie alle, denn was ist schon ein Pennäler, nicht wahr?...) auf einen Philisteriaburschen traf. Und den Herren Burschenschafter gehört ohnehin hin und wieder der Kopf gewaschen, sonst werden Sie noch übermütig...

Wenn sich unsere Burschen also nicht gerade bei einem kühlen Bierchen unterhalten wollen, dann organisieren sie Vorträge, Veranstaltungen oder spielen Schafkopf - naja irgendwie muß man ja auch zu Geld kommen... - Unsere Burschen sind meistens Studenten und unterstützen sich gegenseitig im Studium, oder geben auch einmal einem Fuxen Nachhilfe, wenn es denn sein muß. Andere Burschen sind frisch ins Berufsleben eingestiegen und tauschen darüber ihre Erfahrungen aus, wovon auch die Studenten profitieren.

Die Alten Herren (Die älteren und betagteren Mitglieder - auch Philister genannt):
Keine Witze bitte, es gibt sie wirklich! Manchmal so schemenhaft wie der Yeti, tauchen sie doch gelegentlich hier und da mal auf: "Paah, Mit Euch jungem Gemüse nehmen wir es immer noch auf!" hört man des öfteren von so manchem Alten Herren. Ihr Erfahrungsschatz wird desöfteren angezapft - umgekehrt halten sich die Philister bei Burschen und Fuxen auch einmal ganz gerne über aktuelle Trends auf dem laufenden. Erst in Rente, bietet die Philisteria mercatura einen regelmäßigen Anlaufpunkt und die Möglichkeit bis ins hohe Alter engagiert zu bleiben.