Der Artemis-Teller ist das Cum-Ex des Kegelgottes

Kegelkneipe – von Stefan Kaden al. Pipus

Alle Neune und knapp 40 Bundesbrüder versammelten sich am Abend des 23.3.2019 an der Kegelbahn der griechischen Taverne Artemis in Göggingen zur Kegelkneipe. Die Corona stimmte mangels Bierorgel für den Einzug der Chargierten das Lied „Griechischer Wein“ a capella an. Im Anschluss an diesen stimmgewaltigen Chargeneinzug eröffnete der Senior Jonas Reiner al. Weitweg die Kegelkneipe mit seinen Gedanken zur anstehenden Europawahl, während sich die Corona mit griechischen Köstlichkeiten stärkte.

Nach einer kurzen Vorstellung, erhielten die Fuxen Aaron König und Florian Steuerer vom Fuxmajor Mehmet Bicer al. Qualm das Fuxenband der Philisteria. Zudem war die  Bedienung der Taverne während der gesamten Kegelkneipe stets bemüht, die Corona nicht auf dem Trockenen sitzen zu lassen.

Überhaupt nicht trocken war der Vortrag von Stefan Werner al. Beinhart der über Cum-Ex-Geschäfte referierte. Er erklärte sehr anschaulich wie aus dem Verkauf einer Aktie kurz vor dem Termin einer Dividendenzahlung und dem Rückkauf derselben Aktie kurz nach dem Dividendentermin der größte Steuerraub in der Geschichte Europas entstehen konnte.

Nachdem anno 2011 das letzte mal der Philisteria-„Kegelgott“ bestimmt wurde, hieß es dann endlich wieder „Gut Holz“. In 10 Runden wurde der neue Philisteria-Kegelgott ermittelt. Der Philisteria-Kegel-Pokal ging im Jahr 2019 an Carl-Josef Striewe al. Nelson, der als Sieger gebührend geehrt wurde. Eine vom Wirt der Taverne gestiftete Flasche Ouzo förderte nicht nur die Stimmung sondern sorgte endgültig dafür, dass das Kegelfieber unter den Bundesbrüdern ausbrach. Daher ertönte an der Kegelbahn der Cantus „O Tannenbaum“. Dies jedoch weniger aufgrund weihnachtlicher Gefühle, sondern weil sich zwei große Mannschaften bildeten um beim Kegelspiel Tannenbaum gegeneinander anzutreten. Mehrere Kugeln später neigte sich eine schöne Kegelkneipe dem Ende zu und so bleibt  bis zur nächsten Kege lkneipe nur dieses kleine Gedicht:

Es war schon dunkel als ich durch Göggingens Straßen ging
Da war eine Taverne
Aus der das Licht noch auf den Gehsteig schien
Ich hatte Zeit und mir war kalt, drum trat ich ein

Da saßen Männer mit blauen Mütz‘n
und mit Farbenband
Und sie speisten Köstlichkeiten die fremd und südlich warn Als man mich sah ging’s los und sie chargierten ein

Griechischer Wein
ist so wie das Blut der Erde
Komm‘, schenk dir ein und wenn ich diesen Artikel schreibe liegt es daran, dass ich kegle,wie einst Freund Hein Du mußt verzeih’n…

Griechischer Wein
Und die altvertrauten Studentenlieder
Schenk‘ nochmal ein,
Denn ich fühl‘ das Kegelfieber wieder, in dieser Stadt werd‘ ich immer Euer Kegelgott der Herzen sein, dank dem Wein

(Nach einer Melodie von Udo Jürgens)

Junge Ideen und alte Ideale – Krambambulikneipe 2019

von BB Praetorius

Gut vorbereitet und bestens motiviert startete unsere neu gewählte Chargia in das Farbenjahr der Philsteria mercatura. Wie es sich für diesen ersten Auftritt gebührt, dankte der Senior Jonas Reiner al. Weitweg zuvorderst der Vorgängerchargia für ihren großen Einsatz. Diese hat unter Einsatz von viel Zeit, Herzblut und Verstand kreative, würdige und unterhaltsame Kneipen auf die Füße gestellt, das Verhältnis zu unserem Jakob-Fugger-Gymnasium auf ein Best-Niveau und nicht zuletzt damit auch den Fuxenstall wieder auf einen stattlichen Umfang gebracht.

Nach der von unserem neuen Consenior Max Osenberg al. Copy organisierten, soliden Kellerkost ging es nahtlos mit Lebensmitteln weiter. Denn neben der Digitalisierung, dem großen Thema der Zeit, eingesetzt zum Wohl der Verbindung solle auch an den „Prozessen und der Kommunikation“ gearbeitet werden. Weil sich an diesem Punkt das ein oder andere besorgte Stirnrunzeln abzuzeichnen drohte, packte der Senior diese abstrakte Vorstellung in den Vergleich mit einer Zwiebel. Diese habe einen inneren Kern, in unserem Fall die Grundüberzeugungen, umhüllt von Werten wie Ehre, Freiheit, Freundschaftslieb, von Ritualen und schließlich ganz außen, als sichtbare äußere Hülle unsere Symbole, insbesondere das blau-gold-schwarze Burschenband – und eben Prozesse und Techniken.

Dem, der einfach nur zu einer Kneipe gehen möchte, um das Gefühl des Heimkommens zu genießen, ähnlich dem Gefühl nach einem Zelturlaub, wieder im vertrauten, weichen Bett zuhause zu schlafen, muss deswegen nicht bange sein. Die Chargia will sich auch um ein schönes kulturelles und kulinarisch abwechslungsreiches Programm kümmern.

Zur Einstimmung auf das zweite Jahr, in dem die Philisteria mercatura das PSC-Kartellpräsid innehat, brachte uns unser lb. AH Stefan Kaden al. Pipus – seines Zeichens Kartellsenior – in einer recht umfangreichen Präsentation Grundlegendes, als auch Unbekanntes in der wechselvollen Geschichte des PSC nahe. Eine Konstante, die sich seit der Gründung des damaligen „Passauer-Sammel-Convent“ im Jahr 1921 wie ein roter Faden bis in die Gegenwart zieht, scheint das Bemühen um genügend geeignete Mitgliedsbünde und gemeinsame Werte für ein lebendiges, vielfältiges Farbenleben.

Nach der Übergabe des Regiments an den Magister und der wohl kürzesten Krambambuli-Zeremonie ever mit Wein, Zucker und Rum nahm die Kneipe noch einen gemütlichen und sehr gehaltvollen Verlauf.

Sie ham’s gut gemacht, drum wer’n sie auch nicht ausgelacht….

Schafkopftunier 2019

von BB Iglu

Hätte ich bloß nicht von Anfang an gesagt, dass ich eigentlich nur wegen des guten Leberkäs in den Keller gekommen bin. Wahrscheinlich wäre ich dann nicht letzter geworden und hätte nicht diesen Artikel schreiben müssen. Aber fangen wir mal von vorne an.

Auch dieses Jahr, am 25.01, hieß es wieder: „Schafe köpfen bis die Karten rauchen“. Unter diesem Motto versammelten sich Altbekannte beim alljährlichen Schafkopftunier im Keller. Da musste ich leider schon mit Erschrecken feststellen, dass dieses Jahr weniger Leute wie sonst den Weg in unsere beliebten Kellergewölbe fanden. Gerade mal fünf Partien à vier Spieler gingen an diesem Abend zusammen.

Gegen halb acht wurde es dann ernst: Die Tischnummern wurden ausgelost. Davor hörte, beziehungsweise dachte man von manchem noch: „Hoffentlich muss ich nicht schon wieder mit … spielen“ oder „besser hätte ich es gar nicht treffen können“. Bei mir traf natürlich ersteres  ein und ich dachte mir nur: „Hoffentlich bleibe ich a bisserl im Plus nach denn ersten 28 Runden“. Aber wie es kommen musste blieb es nur bei der Hoffnung: -24 Punkte. Nun freute ich mich auf den leckeren Leberkäs. Deswegen war ich ja eigentlich nur gekommen.

Obwohl ja nicht so viele Spieler anwesend waren, wurden die 10 kg Leberkäse, 40 Brezen und 40 Semmeln an diesem Abend trotzdem komplett verzehrt.

Dann ging es zur zweiten Runde. Ich sagte mir: „Es kann ja nur besser werden. Vielleicht schaffe ich es +-O heute hier rauszugehen“. Die Tischnummern wurden auf ein neues ausgelost. Dieses Mal waren meine Gefühle gemischt, was die Zusammensetzung des Tisches anging. Natürlich musste ich nun ja auch ein gewisses Risiko eingehen um nicht letzter zu werden. Man weiß ja bekanntlich, der letzte darf den Artikel schreiben. Am Anfang sah alles gar nicht so schlecht aus, aber zum Schluss hin verließ mich das Glück ganz und die zweite Runde schloss ich mit stattlichen -32 Punkten ab. Da war mir klar, dass ich letzter bin.

Nach guten 3 Stunden hatten auch die letzten Ihre Partien beendet, die Punktezahlen mehr oder weniger aufwendig ermittelt und der Tunierleitung (Tobias Zwick al. Goliath) zur Auswertung übergeben. Es konnte dann relativ zügig mit der Preisverleihung begonnen werden. Als Erster durfte ich den Preis für die meisten Negativpunkte in Empfang nehmen:  das Startgeld von 5 Euro…. Vielen Dank!!

Als nächstes wurde unser diesjähriger Gewinner nach vorne an unseren großen Gewinntisch gebeten: Daniel Aichele al. Muffi. Den zweiten Platz belegte Bb Pur und dritter wurde Bb Gambrinus

So wurde es zum Schluss doch noch ein erfolgreicher Abend für den Burschensaloon. Ich hoffe, dass sich nächstes Jahr mindestens 32 schafkopfwütige Mitspieler in unserem Keller wiederfinden. Vor allem wäre es mir ein großes Anliegen, dass wir den jung Fuxen endlich mal Schafkopf beibringen sollten. Einen besonderen Dank gilt dem Küchenteam und den Organisatoren, sowie den Sponsoren: Ringhotel Alpenhof, AEV Panther, FC Augsburg, Brauerei Riegele, Pöschl Tabak, EnergieLiebe, Hilti, Transthermos, LEW Lechwerke, Zillertal.at, msg Systems ag, Informationstechnikzentrum Bund.

Bis zum nächsten Jahr, allen Spielern in der Zwischenzeit ein gutes Blatt.